Deutsch
English
Русский

Regionales Strahlenschutzzentrum

Die Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin der Universität Würzburg ist seit Anfang der 90-er Jahre Mitglied im Netzwerk der elf Regionalen Strahlenschutzzentren (RSZ) des Instituts für Strahlenschutz (IfS), einer gemeinsamen Einrichtung der Berufsgenossenschaft für Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BGETEM) und der Berufsgenossenschaft für Rohstoffe und chemische Industrie. Vorrangiges Ziel der Regionalen Strahlenschutzzentren ist die Organisation der Ersten Hilfe und die flächendeckende Sicherstellung der medizinischen Versorgung bei beruflich bedingten Strahlenunfällen.

Das RSZ Würzburg ist das ganze Jahr über rund um die Uhr erreichbar und stets mit einem Strahlenschutzarzt oder -physiker besetzt. Die Versorgungsmöglichkeiten des RSZ Würzburg umfassen die Behandlung von Patienten mit Hautkontaminationen oder Inkorporation von Radionukliden sowie die operative Versorgung von Kombinationsverletzungen und die intensiv-medizinische Therapie.

Vom Konzept her ist das RSZ auf eine Doppelnutzung der Geräte und Funktionsräume angelegt. So wird z.B. die Therapiestation der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin mit 14 Betten im Routinebetrieb zur Therapie mit offenen Radionukliden genutzt. Damit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter in der täglichen Routine mit den Geräten, die auch bei einem Strahlenunfall gebraucht werden, vertraut sind, dass die Funktionstüchtigkeit der Geräte dadurch ständig überwacht wird und die teure Vorhaltung von Geräten ausschließlich für den Fall eines Strahlenunfalls vermieden wird.

Das RSZ verfügt über die folgenden Einrichtungen:


•    Dekontaminationsraum (mit Physiklabor und Messeinrichtungen)
•    Ganzkörperzähler
•    Operationsraum
•    Intensivstation mit 2 Betten
•    Therapiestation mit 14 Betten


Folgende Maßnahmen können durchgeführt werden:

medizinisch:

•    medizinische Erstversorgung
•    chirurgische Versorgung (in Kooperation mit den entsprechenden
     Fachkliniken)
•    intensivmedizinische Behandlung (in Kooperation mit den entsprechenden
     Fachkliniken)
•    Dekorporationstherapie
•    Dekontamination
•    Röntgen
•    Szintigraphie

physikalisch:

•    Kontaminationsmessung
•    Inkorporationsmessungen mittels Ganzkörperzähler
•    Ausscheidungsanalyse
•    Spektroskopie
•    Dosisermittlung nach Kontamination, Inkorporation und perkutaner
     Bestrahlung

Eine Strahlenunfallmeldung erfolgt über die Telefonnummer 0931/ 201-44400

 

21.03.2011 | Beitrag des Bayerischen Fernsehens; "Abendschau": Prof. Buck - Direktor der Nuklearmedizin am UKW

Prof. Buck
Prof. Buck


Prof. Andreas Buck, neuer Leiter der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum in Würzburg seit dem 01.01.2011, stellte im Rahmen des Tschernobyljubiläums und der schrecklichen aktuellen Ereignisse in Japan das Strahlenschutzzentrum des Universitätsklinikums Würzburg vor. Der Beitrag des Bayerischen Fernsehens bietet einen Einblick in die Behandlung von Kontaminationsopfern im hiesigen Universitätsklinikum Würzburg.

 

BR "Abendschau", 16.03.2011 ab 18.00 Uhr

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/abendschau/strahlenschutzzentrum-strahlenschutz-breitenstein-ID1300283233211.xml

Links zu weiteren Strahlenschutzzentren:

Charité - Universitätsklinikum Berlin
Campus Benjamin Franklin
Institut für Nuklearmedizin
www.charite.de/nuklearmedizin/

Universitätsklinikum "Carl Gustav Carus"
Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin an der Technischen Universität Dresden
http://www.tu-dresden.de/mednukl/nuklearmedizin.html

Klinikum der Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Klinik für Nuklearmedizin
http://www.medizin.uni-greifswald.de/nukmed/

Asklepios-Klinik St. Georg
Abt. für Nuklearmedizin
http://www.asklepios.com

Medizinische Hochschule Hannover
Abt. Nuklearmedizin / Biophysik
http://www.mh-hannover.de/252.html

Universitätsklinikum des Saarlandes
Abt. für Nuklearmedizin
http://www.uniklinikum-saarland.de/de/einrichtungen/kliniken_institute/nuklearmedizin

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Nuklearmedizinische Klinik
http://www.uniklinik-duesseldorf.de/nuklearmedizin

Forschungszentrum Karlsruhe
Medizinische Abteilung
http://www.fzk.de/fzk/idcplg?IdcService=FZK&node=0080

GSF Forschungszentrum
Institut für Strahlenschutz
http://www.helmholtz-muenchen.de

Städtisches Klinikum München GmbH
Krankenhaus München Schwabing
Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz
http://www.klinikum-muenchen.de/kliniken-zentren/schwabing/fachbereiche/nuklearmedizin/